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Value at Risk
Der Value atRisk (kurz VaR) stammt ursprünglich aus dem Banken- und Versicherungssektor, ist aufgrund seiner methodischen Flexibilität jedoch auch in anderen Branchen anwendbar. Dieses Risikomaß eignet sich besonders zur Analyse von Marktpreisrisiken und ist in der Lage, sowohl die Risikoposition eines Einzelrisikos als auch die Gesamtrisikoposition eines Unternehmens einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Der Value atRisk (VaR) ist ein verlustorientiertes Risikomaß und kann auch als Shortfall- oder Downside-Risk-Maß bezeichnet werden. Der VaR gibt Aufschluss darüber, welcher finanzielle Verlust mit einer vorzugebenden, üblicherweise hohen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums nicht überschritten wird. Anschaulich formuliert wird also eine Risikoposition betrachtet und beispielsweise eine Wahrscheinlichkeit von 95% und ein Zeitraum von einem Jahr festgelegt. Der sich daraus ergebende finanzielle VaR-Wert von XY Euro besagt, dass mit 95%iger Wahrscheinlichkeit ein Verlust von XY Euro innerhalb eines Jahres nicht überschritten wird. Der VaR wird oftmals mittels des Varianz-Kovarianz-Ansatzes, der historischen Simulation oder der im Rahmen der Risikoaggregation erläuterten Monte-Carlo-Simulation bestimmt. Untere Abbildung zeigt, dass der 97,5%ige Value atRisk einer allgemeinen Standardnormalverteilung bei minus 1,960 liegt. Der Wert -1,960 wird also in nur 2,5% aller Fälle (2,5%-Quantil) weiter unterschritten.
  • Der Conditional Value atRisk (CVaR) stellt eine Erweiterung zum VaR-Konzept dar und legt seinen Fokus auf den Eintritt des unwahrscheinlichen Falles einer Unterschreitung des VaR-Wertes. In diesem Zusammenhang gibt der CVaR den Wert (Erwartungswert) an, der im Bereich unterhalb des VaR am ehesten zu erwarten ist.
  • Das Konzept der Lower Partial Moments (LPMs) geht im Prinzip den entgegengesetzten Weg zum Value atRisk. Bei diesem Ansatz wird als erster Schritt ein finanzielles Verlustlimit festgelegt. Unterhalb dieses Limits wird dann die Verteilungsfunktion der Risikoposition auf relevante Eigenschaften hin untersucht. Mittels drei zur Verfügung stehender LPMs kann somit die Wahrscheinlichkeit der Unterschreitung des Verlustlimits (als Gegenstück zum VaR) ermittelt werden. Des Weiteren lassen sich die durchschnittliche Unterschreitungshöhe sowie die Streuung der Unterschreitung bestimmen.

Value of life
Der Wert eines Menschenlebens ist – abgesehen von ethischen Zusammenhängen – ein Fachbegriff aus der Ökonomie. In der Volkswirtschaftslehre wurden Verfahren entwickelt, die Verlust oder Verlängerung von Menschenleben so in Geldeinheiten bewerten, dass diese Geldwerte für eine vergleichende ökonomische Entscheidungsfindung nutzbar sind. Ein solcher Vergleich kann beispielsweise im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse von Varianten der Sicherheitsplanung stattfinden. Hier wird auch vom Wert eines statistischen Lebens (WSL, bzw. VSL im Englischen) gesprochen.

Versenkung / Verpressung
Injektion von Flowback zur Entsorgung in geeignete geologische Horizonte (Versenk- bzw. Verpresshorizonte). Bei den Horizonten kann es sich um ausgebeutete d.h. druckreduzierte ehemalige Öl- oder Gaslagerstätten, druckerniedrigte Aquifere in unmittelbarer Nachbarschaft zu ehemaligen Erdgas- oder Erdöllagerstätten und um nicht kohlenwasserstoffführende Aquifere handeln.

Volatilisierung
Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand