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There are 5 names in this directory beginning with the letter N.
N.O.R.M.
Fachbegriff für natürliche radioaktive Substanzen, welche beispielsweise in bergbaulichen Hinterlassenschaften oder in tiefen Aquiferen natürlicherweise vorkommt. N.O.R.M. steht für „naturallyoccurringradioactive material / „natürlich vorkommendes radioaktives Material“.

Nachsorgephase
Zeitraum, in dem nach rückgebauten Gewinnungsbohrungen und verbundenen Einrichtungen nachfolgende Auswirkungen überwacht werden.

Natural Attenuation
Natürliche Rückhalte- und Abbauprozesse in Boden und Grundwasser, die ohne menschliches Dazutun in der Lage sind die Masse, das Volumen, die Toxizität, dieMobilität oder Konzentration eines Stoffes zu verringern. In den USA zählt auch Verdünnung zuden NA-Prozessen, während die in Deutschland im Allgemeinen nicht anerkannt wird.

Natürliche Seismizität
Natürliche Seismizität beschreibt die Erdbebentätigkeit, die rein geologisch/geotektonisch bedingt ist.

Normalverteilung
Die Normalverteilung und die darauf aufbauende Logarithmische Normalverteilung spielen in Zusammenhang mit Wahrscheinlichkeitsverteilungen im Risikomanagement eine bedeutende Rolle. Die Normalverteilung wird aufgrund ihrer Form auch Gauß-Kurve oder Glockenkurve genannt und ist in der Praxis häufig vorzufinden. Sie ist symmetrisch und lässt sich durch ihren Erwartungswert und ihre Varianz bzw. Standardabweichung beschreiben. Ihr Erwartungswert und Modalwert sind identisch. Die Logarithmische Normalverteilung oder kurz Log-Normalverteilung ist aufgrund der Tatsache, dass ihre Dichtefunktion nur für x > 0 positiv ist, direkt zur Darstellung der reinen Schadenshöhenverteilung geeignet. Dies unterscheidet sie von der Normalverteilung. Folgende Abbildung zeigt exemplarisch den Verlauf einer Normalverteilung (blau) und einer Log-Normalverteilung (rot). Abbildung: Normalverteilung und Log-Normalverteilung Aufgrund von Studien und Praxiserfahrung kann die Log-Normalverteilung als die am besten geeignete Wahrscheinlichkeitsverteilung zur Beschreibung von Risiken angesehen werden. Die zur Darstellung der Log-Normalverteilung eines Risikos benötigten Werte Erwartungswert und Standardabweichung sind im betrieblichen Risikomanagement jedoch kaum exakt zu ermitteln. Eine Bestimmung dieser Werte kann allerdings mithilfe von Simulationsprogrammen wie z.B. RimPro erfolgen. Hierzu sind der wahrscheinlichste Schadenswert (auch MLC: Most Likely Case) und ein geschätzter realistischer Höchstschadenswert (auch RWC: ReasonableWorst Case) festzulegen. Die Bestimmung dieser Werte kann, wie bereits erwähnt, zum Beispiel durch Expertenbefragungen oder anhand historischer Daten erfolgen. Neben den hier vorgestellten Wahrscheinlichkeitsverteilungen können natürlich auch noch weitere Verteilungsarten zur Beschreibung von Risiken herangezogen werden. Die Wahl der geeigneten Verteilung hängt in erster Linie von der Charakteristik des Risikos bzw. des Schadens ab. Zu erwähnen sind hier beispielsweise die Gleichverteilung, die Weibull-Verteilung oder die Pareto-Verteilung.